Klimawerkstatt Spandau

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Lebensmittelpunkt

LebensMittelPunkt Spandau – eine Initiative für Klimaschutz und Ernährung

Unsere Versorgung mit Lebensmitteln verursacht CO2-Emissionen, u.a. durch Verarbeitung, Lagerung und Transport. Der prozentuale Anteil an den durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen wird auf 25 Prozent geschätzt. Eine ganzjährige Versorgung mit saisonalen Produkten ist mittlerweile üblich und führt zu hohem Energieverbrauch durch Transporte und Lagerung. Viele Lebensmittel werden nicht mal gegessen, da sie nicht geerntet, bei der Verarbeitung aussortiert oder im Handel überlagert werden. Auch in Haushalten werden essbare Lebensmittel weggeworfen, Missmanagement bei Einkauf und Lagerung sowie Unkenntnis bezüglich Haltbarkeit sind wesentliche Ursachen dafür.

LebensMittelPunkt-Spandau

 

An Ursachen ansetzen

An diesen Zusammenhängen setzt die Arbeitsgemeinschaft LebensMittelPunkt Spandau an, mit dem Ziel, klimafreundliche Lebensmittelerzeugung und Ernährung zu stärken. Regionale und saisonale Lebensmittel sollen gefördert, und der Verschwendung soll entgegengewirkt werden. Alle am lokalen Nahrungssystem beteiligten Akteure werden einbezogen.

 

Strukturen verändern

Die AG will mit praktischen Aktionen wirken. Bei einem Apfelfest haben wir mit über 100 BesucherInnen in Kleingärten eingesammeltes Obst verwertet. HelferInnen hatten zuvor überschüssige Äpfel bei KleingärtnerInnen eingesammelt. So konnten SpandauerInnen daraus schmackhaften Saft, Gelee und Kompott herstellen und mit nach Hause nehmen. Ein Ziel unserer Aktionen ist, die Versorgung mit regionalen, frischen Lebensmitteln zu verbessern und den Zugang zu erleichtern. Unsere Partner dafür sind die landwirtschaftlichen Betriebe in Spandau und im Umland. Aber auch Kleinst-ProduzentInnen sollen dabei unterstützt werden, Produkte und Überschüsse in Wert setzen zu können.

LebensMittelPunkt-Spandau

 

Perspektiven verfolgen

Als nächstes will die AG die Einrichtung eines zentralen Ortes erreichen, an dem ein so genannter LebensMittelPunkt entsteht. Dort soll es die Möglichkeit geben, Ernten zu sammeln, zu lagern und gemeinsam zu verarbeiten. Für die Verarbeitung benötigte Geräte können gemeinschaftlich angeschafft und genutzt werden. Gewerbliche ErzeugerInnen können den LebensMittelPunkt mittelfristig für den Direktvertrieb nutzen. So wird die Vermarktung regionaler Erzeugnisse unterstützt und Transportwege werden verkürzt.

LebensMittelPunkt-Spandau

 

Mitmachen!

Der LebensMittelPunkt Spandau ist ein konkreter Baustein für nachhaltige Ernährung und Klimaschutz. Die Chancen, die hier liegen, wollen wir für Spandau nutzen und unsere Erfahrungen an andere Bezirke und Kommunen weitergeben. Bei regelmäßigen Treffen planen wir Aktionen und längerfristige Maßnahmen. Wir sind offen für interessierte und engagierte Menschen und freuen uns auf Ihre Mitwirkung! Die nächsten Termine sind unten aufgeführt.

LebensMittelPunkt-Spandau

 

Wer sind wir?

Die AG LebensMittelPunkt Spandau ist ein Zusammenschluss von aktiven Bürgern und Bürgerinnen in Zusammenarbeit mit der AG Stadt & Ernährung, der Gartenarbeitsschule An der Kappe und der KlimaWerkstatt Spandau.

Unsere Treffen finden, wenn nicht anders verlautbart, jeden 3. Dienstag im Monat in der KlimaWerkstatt Spandau, Mönchstr. 8, 13597 Berlin statt.

Wir entwickeln uns weiter

LebensMittelPunkt-Spandau

Die AG LebensMittelPunkt hat nach einem Jahr aktiver Öffentlichkeitsarbeit und erfolgreicher Akquise von MitstreiterInnen Bilanz gezogen und sich gemeinsam auf Ziele für das kommende Jahr verständigt.

Weiterhin will sich die Gruppe bei öffentlichen Veranstaltungen präsentieren, um Bewusstsein für regionale/lokale und nachhaltige Ernährung zu schaffen. Darüber hinaus möchten wir im zweiten Jahr daran gehen, die Vision eines LebensMittelPunktes, wo lokale Lebensmittelüberschüsse verwertet, getauscht oder verkauft werden können, ein Stück weit umzusetzen. Zunächst ist geplant, an vorhandene Strukturen und Netzwerke anzuknüpfen und unterschiedliche Orte dazu zu nutzen, Wissen und Produkte auszutauschen. Die Gartenarbeitsschule An der Kappe, wo das letztjährige Apfelfest ein großer Erfolg war, ist z.B. so ein Ort. Von Vereinen genutzte Räume wie z.B. in Kleingartenanlagen oder bei Kirchengemeinden, im Dorfhaus in Gatow oder anderen öffentlichen Gebäuden könnten zu Beginn als Sammel-, Tausch- und Verarbeitungsstandorte dienen. Wichtig ist es, zunächst vorhandene Überschüsse in den Spandauer Gärten zu identifizieren und interessierte Akteure mit Zugang zu geeigneten Räumlichkeiten zu finden. Zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit sollen Fördermittel akquiriert werden.